Mögliche Ursachen
- Niedriggradige Infektion: An der Schulter typisch sind langsam wachsende Hautbakterien (Cutibacterium acnes), die kaum Fieber oder Rötung verursachen
- Lockerung einer Prothesenkomponente
- Ungünstige Lage oder Grösse der Prothese, etwa ein zu straffes Gelenk
- Sehnenschaden: Bei einer anatomischen Prothese kann die Rotatorenmanschette nachträglich reissen
- Instabilität der Prothese
- Ermüdungsbruch am Schulterdach, vor allem nach inverser Prothese
- Ausserhalb der Schulter: Nervenreizung, Beschwerden der Halswirbelsäule oder der Bizepssehne
Wie ich vorgehe
Am Anfang stehen ein ausführliches Gespräch und eine gründliche Untersuchung. Ich vergleiche die Röntgenbilder im Verlauf und ergänze bei Bedarf eine Computertomographie und Blutuntersuchungen. Besteht der Verdacht auf eine Infektion, punktiere ich das Gelenk. Die Proben werden bis zu 14 Tage bebrütet, weil die typischen Bakterien langsam wachsen. Manchmal braucht es eine arthroskopische Gewebeentnahme.
Behandlungsmöglichkeiten
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache. Sie reicht von einer gezielt angepassten Physiotherapie über eine Infiltration bis zur Revisionsoperation. Bei einer Infektion wird die Prothese gereinigt oder gewechselt, ergänzt durch eine Antibiotikatherapie. Bei einer gerissenen Rotatorenmanschette ist oft der Wechsel auf eine inverse Prothese die beste Lösung.
Was Sie mitbringen sollten
- Operationsbericht und Austrittsbericht
- Röntgenbilder und CT- oder MRI-Aufnahmen, idealerweise auf CD oder als Link
- Prothesenpass
- Bisherige Laborbefunde und eine Liste der Medikamente