Typische offene Eingriffe
- Knochenbrüche: Fixation von Brüchen des Oberarmkopfs, der Gelenkpfanne, des Schulterblatts und des Schlüsselbeins mit Platten, Nägeln oder Schrauben. Mehr unter Knochenbrüche an der Schulter.
- Latarjet-Operation: Stabilisierung bei Schulterinstabilität mit Knochenverlust an der Pfanne. Ein Knochenblock vom Rabenschnabelfortsatz wird an den vorderen Pfannenrand verschraubt und stabilisiert die Schulter zuverlässig.
- Sehnentransfers: Bei nicht mehr nähbaren Rissen der Rotatorenmanschette übernimmt eine benachbarte Sehne die Funktion.
- Schultereckgelenk: Stabilisierung bei ausgeprägten AC-Gelenk-Verletzungen.
- Schulterprothesen: Der Gelenkersatz erfolgt immer offen. Mehr unter Prothetik.
Ablauf
Der Eingriff findet im Lindenhofspital in Bern statt, in Vollnarkose kombiniert mit einer Betäubung der Armnerven. Je nach Operation bleiben Sie ein bis drei Nächte im Spital. Der Zugang erfolgt meist von vorne zwischen Brust- und Deltamuskel, so dass Muskeln möglichst geschont werden.
Nachbehandlung
Nach der Operation trägt man eine Schlinge für zwei bis sechs Wochen. Die Physiotherapie beginnt früh mit geführten Bewegungen. Ein Knochen braucht etwa sechs Wochen, um stabil zu heilen, eine Sehne deutlich länger. Den individuellen Plan bespreche ich mit Ihnen vor der Operation.