Für wen ist sie geeignet?
- Fortgeschrittene Schulterarthrose mit gut erhaltener Rotatorenmanschette
- Meist bei aktiven Menschen, die eine möglichst natürliche Beweglichkeit wünschen
- Ausreichend Knochensubstanz an der Pfanne
Ist die Rotatorenmanschette defekt oder die Pfanne stark abgenutzt, ist die inverse Prothese die bessere Wahl.
Ablauf der Operation
Der Zugang erfolgt von vorne zwischen Brust- und Deltamuskel. Um ins Gelenk zu gelangen, wird die vordere Sehne der Rotatorenmanschette (Subscapularis) abgelöst und am Ende der Operation wieder sicher fixiert. Die Position der Komponenten plane ich vorher anhand einer Computertomographie in einem 3D-Modell. Bei jüngeren Patientinnen und Patienten verwende ich nach Möglichkeit knochensparende Implantate mit kurzem oder ohne Schaft.
Nachbehandlung
Damit die abgelöste Sehne gut einheilt, trägt man die Schlinge etwa vier bis sechs Wochen, und die Aussendrehung bleibt begrenzt. Die Physiotherapie beginnt sofort mit passiven Bewegungen. Leichte Alltagstätigkeiten sind nach sechs Wochen wieder möglich, Sportarten wie Schwimmen, Golf oder Velofahren nach drei bis sechs Monaten.
Resultate
Die anatomische Prothese lindert die Schmerzen sehr zuverlässig und erreicht meist eine sehr gute Beweglichkeit. Die Langzeitresultate sind gut. Die Pfannenkomponente kann sich über die Jahre lockern, deshalb sind regelmässige Röntgenkontrollen sinnvoll.
Hilfreich: das Übungsprogramm nach Schulterprothese.