Die Bausteine
Physiotherapie: Das Herzstück. Gezielte Übungen kräftigen die Rotatorenmanschette und die Schulterblattmuskulatur, verbessern die Beweglichkeit und die Bewegungssteuerung. Ein Heimprogramm ergänzt die Therapie.
Medikamente: Schmerzmittel und entzündungshemmende Medikamente lindern die Beschwerden, damit Bewegung und Physiotherapie überhaupt möglich sind. Sie werden möglichst kurz eingesetzt.
Infiltrationen: Eine gezielte Spritze mit Kortison und einem örtlichen Betäubungsmittel in den Schleimbeutel, das Gelenk oder das Schultereckgelenk wirkt stark entzündungshemmend. In der ArthroClinic setze ich sie bei Bedarf unter Durchleuchtung präzise. Die Infiltration kann zudem helfen, die Schmerzquelle zu bestätigen.
Stosswellentherapie: Bewährt bei der Kalkschulter und bei hartnäckigen Sehnenreizungen.
Kalkspülung: Ein Kalkdepot wird unter Ultraschallkontrolle mit einer Nadel angestochen und ausgewaschen.
Anpassung der Belastung: Kleine Änderungen im Alltag, am Arbeitsplatz oder beim Sport entlasten die Schulter oft deutlich.
Wann ist sie sinnvoll?
Die konservative Therapie ist die erste Wahl beim Impingement, bei der Kalkschulter, der Frozen Shoulder, bei vielen verschleissbedingten Rotatorenmanschettenrissen und in frühen Stadien der Arthrose. Für eine faire Beurteilung braucht sie meist drei bis sechs Monate.
Wann reicht sie nicht?
Bei frischen Sehnenrissen nach einem Unfall, bei wiederholten Luxationen junger Menschen oder bei verschobenen Brüchen ist eine Operation oft die bessere Wahl. Hier kann Abwarten das Ergebnis verschlechtern. Diese Fälle erkenne ich in der Abklärung und bespreche mit Ihnen offen die Vor- und Nachteile.