Ursachen
Bei der primären Arthrose spielen Alter und Veranlagung die Hauptrolle. Häufig ist die Arthrose aber eine Folge anderer Probleme:
- frühere Luxationen oder Stabilisationsoperationen (Instabilitätsarthrose)
- Knochenbrüche mit Gelenkbeteiligung
- ein grosser, alter Rotatorenmanschettenriss (Defektarthropathie)
- rheumatische Erkrankungen oder eine Durchblutungsstörung des Oberarmkopfs (Humeruskopfnekrose)
Typische Beschwerden
- Schmerzen bei Belastung, später auch in Ruhe und nachts
- Zunehmende Steifigkeit, vor allem beim Aussendrehen
- Reiben und Knirschen im Gelenk
Abklärung
Röntgenbilder zeigen den Grad der Arthrose. Vor einer Operation beurteilt eine Computertomographie (CT) die Form und Abnützung der Pfanne. Eine MRI-Untersuchung klärt, ob die Rotatorenmanschette intakt ist. Das ist entscheidend für die Wahl der Prothese.
Behandlung
Ohne Operation: Physiotherapie erhält die Beweglichkeit, Schmerzmittel und Infiltrationen lindern die Beschwerden. Auch eine Anpassung der Belastung im Alltag hilft. Viele Patientinnen und Patienten kommen damit über Jahre gut zurecht. Mehr dazu unter Konservative Therapie.
Mit Operation: Wenn Schmerzen und Einschränkungen trotz Therapie die Lebensqualität stark beeinträchtigen, ist eine Schulterprothese die beste Lösung.
- Die anatomische Schulterprothese bildet das natürliche Gelenk nach. Sie eignet sich bei intakter Rotatorenmanschette.
- Die inverse Schulterprothese kehrt Kugel und Pfanne um. Sie ist die Wahl bei defekter Rotatorenmanschette, starker Pfannenabnützung oder im höheren Alter.
Schulterprothesen haben gute Langzeitresultate: Über 90 Prozent sind nach zehn Jahren noch in Funktion.
Nachbehandlung
Nach der Operation trägt man die Schlinge zwei bis sechs Wochen, je nach Prothesentyp. Die Physiotherapie beginnt sofort. Alltagsaktivitäten sind nach etwa drei Monaten wieder gut möglich, die volle Erholung dauert bis zu einem Jahr.
Hilfreich: das Übungsprogramm nach Schulterprothese und die Patientenbroschüren in der Mediathek.
