Pathologien des Ellenbogens

Ellenbogen · Verfahren

Ellenbogenprothese

Ein künstliches Ellenbogengelenk ist seltener als eine Hüft- oder Knieprothese, kann aber in bestimmten Situationen die beste Lösung sein. Je nach Schaden wird das ganze Gelenk oder nur ein Teil ersetzt.

Wann kommt eine Prothese in Frage?

  • Fortgeschrittene Ellenbogenarthrose, vor allem bei rheumatischer Ursache
  • Trümmerbrüche des Oberarms am Ellenbogen bei älteren Menschen
  • Zertrümmertes Speichenköpfchen
  • Folgezustände nach Verletzungen mit zerstörter Gelenkfläche

Die Prothesentypen

Totalprothese: Ersatz beider Gelenkpartner, Oberarm und Elle, verbunden durch ein Scharnier.

Teilprothese: Ersatz nur eines Gelenkpartners. Die häufigste Teilprothese ist die Radiuskopfprothese, die das Speichenköpfchen ersetzt.

Wichtig zu wissen

Eine Ellenbogenprothese ist für den Alltag gemacht, nicht für schwere Arbeit. Lasten über etwa fünf Kilogramm sollten mit dem operierten Arm dauerhaft nicht wiederholt gehoben werden. Bei jungen, körperlich aktiven Menschen prüfe ich deshalb immer zuerst gelenkerhaltende Alternativen.

Verfasst von Dr. med. Jan Philipp Scacchi, Facharzt FMH für Orthopädie und Traumatologie, Schwerpunkt Schulter- und Ellenbogenchirurgie, ArthroClinic Bern · Stand: Oktober 2026

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Hinweis

  • Diese Übersicht ersetzt keine ärztliche Abklärung
  • Beschwerdebild und Befund entscheiden über die geeignete Therapie
  • Für eine Beurteilung vereinbaren Sie bitte einen Termin

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