Pathologien des Ellenbogens

Ellenbogen · Verfahren

Ellenbogen-Totalprothese

Bei der Totalprothese werden beide Gelenkpartner des Ellenbogens ersetzt, Oberarmknochen und Elle. Sie sind über ein Scharnier verbunden. Die Prothese lindert die Schmerzen zuverlässig und gibt eine gute Beweglichkeit für den Alltag zurück.

Für wen ist sie geeignet?

  • Rheumatische Zerstörung des Ellenbogens
  • Fortgeschrittene Arthrose bei älteren Menschen
  • Trümmerbrüche des Oberarms am Ellenbogen, die sich nicht stabil fixieren lassen
  • Folgezustände nach schweren Verletzungen

Ablauf

Die Operation findet im Lindenhofspital in Bern statt und dauert etwa zwei Stunden. Der Zugang erfolgt von hinten. Der Ellennerv wird dabei dargestellt und geschützt. Der Spitalaufenthalt beträgt meist zwei bis vier Tage.

Nachbehandlung

Die Bewegung beginnt früh, die Wunde wird anfangs in einer Schiene geschont. Alltagstätigkeiten sind nach einigen Wochen wieder möglich.

Belastungsgrenzen

Die Prothese ist für Alltagsbelastungen ausgelegt. Wiederholtes Heben von mehr als etwa fünf Kilogramm, Stossbelastungen und Sportarten wie Tennis oder Golf mit hoher Belastung sollten dauerhaft vermieden werden. So bleibt die Prothese möglichst lange fest verankert.

Verfasst von Dr. med. Jan Philipp Scacchi, Facharzt FMH für Orthopädie und Traumatologie, Schwerpunkt Schulter- und Ellenbogenchirurgie, ArthroClinic Bern · Stand: Oktober 2026

Weitere Themen: Ellenbogen

Hinweis

  • Diese Übersicht ersetzt keine ärztliche Abklärung
  • Beschwerdebild und Befund entscheiden über die geeignete Therapie
  • Für eine Beurteilung vereinbaren Sie bitte einen Termin

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