Die Bausteine
Anpassung der Belastung: Auslösende Tätigkeiten werden reduziert, nicht vollständig vermieden. Oft helfen schon kleine Änderungen am Arbeitsplatz oder bei der Technik im Sport.
Physiotherapie und Krafttraining: Gezielte, langsam gesteigerte Kräftigung der Unterarmmuskulatur ist bei Sehnenproblemen die wirksamste Massnahme. Nach Verletzungen stellt die Physiotherapie Beweglichkeit und Stabilität wieder her.
Bandagen und Schienen: Eine Epicondylitis-Spange entlastet die Sehnenansätze. Nach Verletzungen sichern Bewegungsschienen den Ellenbogen und erlauben trotzdem eine frühe Bewegung.
Medikamente: Schmerzmittel und entzündungshemmende Medikamente lindern vorübergehend.
Infiltrationen: Bei Arthrose oder einer Schleimbeutelentzündung kann eine gezielte Spritze helfen. Beim Tennisellenbogen setze ich Kortison zurückhaltend ein, weil es langfristig die Ergebnisse verschlechtern kann.
Stosswellentherapie: Eine Option bei hartnäckigen Sehnenansatzbeschwerden.
Wann ist sie sinnvoll?
Die konservative Therapie ist die erste Wahl beim Tennis- und Golferellenbogen, bei der nicht infektiösen Schleimbeutelentzündung, in frühen Stadien der Arthrose, bei einfachen Ellenbogenluxationen und bei wenig verschobenen Brüchen.
Bei einem frischen Riss der distalen Bizepssehne oder bei instabilen Verletzungen ist dagegen eine rasche Operation meist besser.